Gloggnitz unaufhaltbar, Katzelsdorf in Torlaune
Sa., 16.30: Gloggnitz – Katzelsdorf (Omeragic, Jahn)
Es sind Riesenschritte, mit denen der SV Gloggnitz dem Meistertitel entgegenläuft. Dachten die Konkurrenten, dass Weissenbach den SVG stoppen könnte, dann war es ein großer Irrtum. Trotz 0:1-Rückstand mit dem Gegentor vor der Pause zeigte die Fleck-Elf, dass sie nicht zu Unrecht da oben steht. Enes Jakupi und Thorsten Röcher drehten die Partie. Damit haben die Gloggnitzer den nächsten Konkurrenten aus dem Titelrennen eliminiert. 18 Spiele sind es mittlerweile, die der SVG ohne Niederlage ist (14-4-0). Daheim ist der SVG auch 15 Spiele unbesiegt (13-2-0).
Die Katzelsdorfer haben den etwas verpatzten Start ins Frühjahr verdaut und überzeugen in den letzten Wochen durch gute Leistungen. Gegen Schönau legte man mit einer furiosen Anfangsphase den Grundstein zu einem ungefährdeten Sieg. Nach 20 Sekunde 1:0, nach zehn Minuten 3:0. Am Ende siegte Katzelsdorf 7:2 und überholte Weissenbach in der Tabelle. Sieben Punkte in den letzten drei Spielen (2-1-0) sind eine starke Bilanz, das Torverhältnis in diesen drei Partien ist 14:4. Auswärts wartet der SCK seit fünf Spielen auf einen Erfolg, es bleibt abzuwarten, ob die Stöffelbauer-Elf ausgerechnet in Gloggnitz ihre Auswärtsnegativserie beendet. Im Hinspiel verlor Katzelsdorf daheim mit 3:4.
Trumau hartnäckig, Schlöglmühl auswärts mit Betonabwehr
Sa., 16.30: Trumau – Schlöglmühl (Aiginger, Pachhammer)
Wie der SV Gloggnitz lag auch Trumau in seinem Spiel mit 1:0 zurück. Und wie Gloggnitz konnten auch die Trumauer am Ende noch den Sieg davontragen. In Pitten hatte der ASK das Glück, keine zwei Minuten nach dem 0:1-Rückstand den Ausgleichstreffer zu erzielen. Schließlich war es die vorletzte Minute, in der die Schlosser-Mannen über ein Eigentor der Pittener jubeln durften und am Ende sehr glücklich (Pitten traf mehrmals Aluminium) zu einem wichtigen Sieg kamen. Während man weiter auf Patzer des Leaders hofft, müssen auch die eigenen Spiele weiter gewonnen werden. Gegen die drittplatzierten Schlöglmühler kein einfaches Unterfangen. Die letzten drei Spiele gewann Trumau in Folge (3-0-0), daheim gewann man zuletzt vier Mal in Folge (4-0-0).
Dass der ASK Schlöglmühl auch in der Rückrunde eine derart gute Rolle spielen würde, glaubten nur wenige. Umso energischer haben sich die Koglbauer-Mannen nun in den Top 3 festgesetzt. Auch gegen Zöbern spielte der ASK nicht überragend, am Ende hat man aber meistens mehr Tore geschossen, deswegen fragt auch nachher keiner mehr, wie das Spiel war. Diesmal war es Premysl Turecek, der mit seinem Tor den Unterschied ausmachte. In den letzten sechs Matches verlor Schlöglmühl nur die vermeintlich leichteste (gegen Schönau) mit 2:3 (4-1-1). Auswärts verlor Schlöglmühl nur eines von neun Saisonspielen (6-2-1), von diesem neun Partien blieben Baierling & Co. sieben Mal ohne Gegentor. Das Hinspiel verlor Schlöglmühl mit 2:4.
Fischau im Glück, Pitten im Pech
Sa., 16.30: Bad Fischau – Pitten (Wagner IV, Schnittchen)
Die ganze Saison lang ging bei den Fischauern in den Auswärtsspielen aber überhaupt nichts. Sieben Spiele, ein Punkt (0-1-6). In den letzten zwei Gastpartien war davon nichts zu merken. Sieg in Kirchberg, Sieg in Puchberg. Die sechs Punkte waren Gold wert. Nun folgt das nächste wichtige Duell gegen einen Konkurrenten. Gewinnt die Ruesch-Truppe ein drittes Mal in Folge, hat sie mit dieser kleinen Serie wohl den Klassenerhalt erreicht. Verliert sie, bleibt es weiter spannend. Vor den letzten beiden Siegen war Fischau sieben Mal in Folge ohne Sieg (0-3-4). Daheim wartet man seit vier Spielen auf einen Sieg (0-2-2).
Auch für die Pittener steht ein ungemein wichtiges Spiel auf dem Plan. Genauso wie für den aktuellen Gegner könnte der Ausgang der Partie entscheidenden Einfluss auf das Saisonende haben. Die Ungersböck-Elf hadert immer noch ein wenig mit dem fehlenden Glück beim Heimspiel gegen Trumau. 1:0 lag man durch ein Tor von Mani Felber, am Ende schoss man sich in letzter Minute ein Eigentor und hatte davor mehrere Male Pech mit Stangen- und Lattenschüssen. Pittens Frühjahrsbilanz ist ausgeglichen (2-2-2). Auswärts schaut es derzeit gut aus. Vier Spiele ist die SVg bereits ungeschlagen (2-2-0). Das Hinspiel gewann Pitten sicher mit 3:0.
Kirchberg stark, Puchberg punktelos
Sa., 16.30: Kirchberg – Puchberg (Korda I, Trieb)
Die Kirchberger sind im Frühjahr eindeutig eine der positivsten Erscheinungen der Liga. Bereits sieben Runden vor Schluss hat die Prenner-Elf fast genaus viele Punkte wie im ganzen Herbst gesammelt. In Weikersdorf war der USV nur in einer kurzen Phase nach dem Anschlusstreffer des Tabellenvorletzten wackelig unterwegs. Nach dem 3:1 eine Viertelstunde vor Schluss war der Braten gegessen. Kirchbergs Bilanz in den letzten sechs Spielen ist stark (4-1-1), daheim gewannen die Kirchberger zwei der drei letzten Partien (2-0-1).
Für die Puchberger wird´s langsam eng. Gewinnt der ATSV auch in Kirchberg nicht, kann man schon fast für die 2. Klasse Steinfeld planen. Gegen Bad Fischau blieben die Kicker vom Schneeberg ein weiteres Mal ohne Punkt. Rechnet man die gewonnene Nachtragspartie Anfang März in Weikersdorf weg, hat die Schlagbauer/Born-Truppe noch keinen einzigen Zähler erreicht (Bilanz 0-0-6). Damit ist man nicht nur Letzter in der Frühjahrstabelle, sondern mittlerweile auch von Weikersdorf überholt worden. Auswärts gab es in den letzten drei Spielen immer Niederlagen, dabei konnte man kein einziges Tor erzielen und kassierte gleichzeitig elf Stück. Im Frühjahr trennten sich Kirchberg und Puchberg 2:2-Unentschieden.
Kirhchschlag siegt wieder, Weikersdorf siegt zu selten
Sa., 16.30: Kirchschlag – Weikersdorf (Donner, Szinovatz)
Nach einer längeren erfolglosen Phase kehrte der USC Kirchschlag in Pottschach wieder auf die Erfolgsspur zurück. 4:2 gewann man, ohne überragend gespielt zu haben. Hauptverantwortlich waren ein weiteres Mal die beiden ungarischen Legionäre Csaba Szalai und Janos Heinczinger, die für alle vier Tore verantwortlich zeichneten. Das Ziel für die sechstplatzierten Venedigstädter lautet nun, das Dreierduell mit Katzelsdorf und Weissenbach für sich zu entscheiden und dadurch Platz 4 zu erreichen. Insgesamt war es der erste Sieg nach vier sieglosen Partien (0-2-2), daheim blieb man zuletzt überraschend zweimal sieglos (0-1-1), davor hatte man sechs Heimspiele in Folge gewonnen.
Hopp oder dropp: So lautet derzeit das Motto bei den Weikersdorfern. Nachdem man gegen Pottschach einen Rückstand noch in einen Sieg verwandelte, gelang das gleiche Kunststück gegen Kirchberg nicht noch einmal. Nur nach dem 1:2-Anschlusstreffer nach einer halben Stunde schnupperte man kurzzeitig Höhenluft, ansonsten war man aber so gut wie chancenlos. Steigen drei Vereine ab, sind die Chancen weiter intakt, sollte es wider Erwarten vier Mannschaften erwischen, schaut die Lage nicht mehr so hoffnungsvoll aus. Die Bilanz im Frühjahr ist gar nicht mal so mies (2-1-3), auswärts gelang in neun Partien in dieser Saison noch kein einziger Sieg (0-3-6). Im Hinspiel luchste man Kirchschlag immerhin einen Punkt ab (2:2).
Zöbern unkonstant, Weissenbach auch
So., 16.30: Zöbern – Weissenbach (Snopek, Schnittchen)
Sehr unkonstant sind die Leistungen des SC Zöbern in dieser Frühjahrssaison. Konstant sind die Ergebnisse: Zwei Niederlagen, zwei Siege, jetzt wieder zwei Niederlagen. Geht es nach dem Gesetz der Serie, müsste Weissenbach geschlagen werden. In Schlöglmühl fiel nur ein Tor, und das für die Heimmannschaft in der Anfangsphase, also musste der SCZ wieder unverrichteter Dinge Heim kehren. Zu Hause verlor man zuletzt gegen Pitten mit 1:3, davor blieb die Lueger-Elf auf eigenem Platz fünf Spiele ohne Niederlage (4-1-0). Im Herbst verlor man in Weissenbach 3:1, es war die Premiere für Spielertrainer Dietmar Lueger.
Anspruch und Realität gehen beim SC Weissenbach in dieser Saison leider etwas auseinander. Eigentlich sollte die Fürst-Elf einer der Mitfavoriten auf den Titel sein, aus einem möglichen Aufstieg wird zumindest heuer wohl nichts mehr werden. Mit der dritten Niederlage im vierten Spiel (1-0-3) daheim gegen Gloggnitz hat man sich endgültig geschlagen gegeben. Es war das Tor zum 1:2, das die Gemüter bei den Weissenbachern aufhitzte. Ein Gloggnitzer lag am Boden, der SCW rechnete damit, dass Csaba Szanto den Ball ins Out spielen würde, tat er aber nicht, sondern schickte Thorsten Röcher auf die Reise, der den Siegtreffer erzielte. Roman Vesely und Armin Neubauer konnten sich überhaupt nicht beruhigen und kassierten Rot. Sie fehlen damit in Zöbern. Auswärts verlor man zuletzt zweimal in Folge.